Shootout: Tasker vs. Automate vs. Llama

Viele Androidnutzer möchten lästige Tätigkeiten am Smartphone automatisieren. Um dieses Bedürfnis zu befriedigen, gibt es zahlreiche Automationsapps im PlayStore. Im Folgenden vergleiche ich meine Favoriten.

Erster im Feld ist der unangefochtene Platzhirsch der kostenpflichtigen Apps, Tasker: Mit über 500.000 Downloads läuft er deutlich der Konkurrenz davon, obwohl er mit 2,99€ (Stand: 12/15) doch ordentlich zu Buche schlägt.

Automate hingegen kostet von Haus aus nichts, bietet jedoch nur eingeschränkte Funktionalität, da in der kostenfreien Version nur maximal 30 Blöcke erlaubt sind. Das lässt sich durch einen einmaligen In-App-Kauf für 2,49€ (Stand 12/15) ändern. Die App bietet eine, auf einem Blocksystem basierende, Oberfläche, was sie besonders interessant macht.

Die letzte App im Bunde heißt Llama und ist komplett kostenlos. Deswegen ist sie mit über einer Million Downloads auch bei der Community sehr beliebt.

Der Vergleich wird in die Kategorien Funktionalität, Zuverlässigkeit und Nutzerfreundlichkeit unterteilt. Die Auswirkungen auf Akkulaufzeit und Performance werden nicht verglichen, da diese von Modell zu Modell und je nach Anwendungszweck sehr unterschiedlich sind.

Funktionalität

Eine Automationsapp muss in erster Linie viel können, damit jeder sie für seine eigenen Zwecke einsetzten kann.
Alle verfügen über zahlreiche Bedingungen und Ereignisse, besonders in den, für normale Nutzer wichtigen, Kategorien Konnektivität und Medien. Anspruchsvollere Benutzer werden jedoch gerade bei Llama schnell an die Grenzen stoßen, da weiterführende Funktionen hier fehlen.
Tasker und Automate hingegen nehmen sich bei den Funktionen nicht viel. Tasker bietet die Möglichkeit, selber Popups zu erstellen. Automate verfügt aber über eine native Integration von Google Drive.
Mit den zahlreichen Plugins für Tasker und Locale können alle drei arbeiten. Llama unterstützt hierbei aber leider nur ausgelöste Aktionen.

Zuverlässigkeit

Aus meiner persönlichen Erfahrung lässt sich hierzu sagen, dass alle drei Anwendungen höchst zuverlässig arbeiten. Das gilt besonders dann, wenn man die jeweiligen Aktionen exakt definiert hat. Dennoch gilt auch hier, dass unterschiedliche Smartphones unterschiedlich präzise arbeiten; So sind zum Beispiel die Bluetooth-/Wifi-Update-Intervalle verschieden oder aber andere Funktionen gar nicht erst möglich.

Nutzerfreudlichkeit

Für Einsteiger ist Llama zu empfehlen, da hier die Menüführung und die Oberfläche besonders intuitiv ist. Automate ist auf den ersten Blick auch recht übersichtlich, die Handhabung von Eingangsparametern kann aber verwirren und das Blocksystem ist zunächst ungewohnt. Dennoch lassen sich hier recht schnell auch komplexere Aktionen einstellen. Am unübersichtlichsten ist Tasker: Hier ist oftmals die UI verwirrend und intransparent, was den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten geschuldet ist. Die integrierte Erklärung der einzelnen Funktionen ist besonders bei Llama gut gelungen, sodass sich ein unerfahrener Anwender schnell zurechtfindet. Automate bietet die Möglichkeit, direkt in der App auf Ideen und Beispiele anderer Nutzer zurückzugreifen und diese zu importieren.
Der Import gestaltet sich bei Tasker hingegen deutlich komplizierter.

Fazit

Einsteiger sollten mit Llama arbeiten, da dieses sehr benutzerfreundlich ist. Wem die Funktionen hier nicht reichen, sollte je nach persönlicher Präferenz  zu Automate oder Tasker greifen.

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